Hardkor Disko
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Hardkor Disko

So wie sein Held Marcin kommt auch der Film “Hardkor Disko” aus dem Nichts. Das Drama des 31-jährigen Regisseurs Krzysztof Skonieczny entstand nicht nur ohne jede Filmförderung und redaktionelle Betreuung; es entstand vor allem ohne Kompromisse. Dabei sieht man das dem Debütfilm auf den ersten Blick gar nicht mal an: Wie ach-so-viele Regisseure der Berliner Schule vor ihm setzt Skonieczny auf spröde, in Grau-Blau getauchte Bilder, die Dialoge sind karg, die Handlung – und vor allem ihr Ende – offen.

In diesem Setting erzählt er die Geschichte von Marcin. Der hat keine Vergangenheit und spricht nicht viel. Er verfolgt jedoch offenbar ein Ziel, als er bei der Familie Wróblewski vor der Tür steht und dabei zufällig deren Tochter Olga in die Arme läuft. Später trifft er Olga wieder, sie gehen feiern, verbringen die Nacht zusammen, und vielleicht verlieben sie sich sogar. Doch “Hardkor Disko” ist keinesfalls eine Liebesgeschichte. Ohne zuviel verraten zu wollen: Es geht um Mord. Vermutlich aus Rache. Vermutlich, weil in Marcins Kindheit so einiges schief gelaufen ist. Konkret macht der Film das jedoch an keinem Punkt.


Drama
Polen, 2016
FSK: 16
Regie: Krzysztof Skonieczny
Darsteller: Marcin Kowalczyk, Jasmina Polak, Agnieszka Wosinska
Filmstart: 11.05.2017

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